Retrofit – die Alternative

Bei der Entscheidung zwischen Neukauf oder Retrofit spielt die Wirtschaftlichkeit eine Schlüsselrolle. Bei älteren Maschinen ist gerade die Mechanik noch in einem guten bis sehr guten Zustand. Daher ist oftmals nur der Austausch der Automatisierung notwendig, um Leistungsreserven auszuschöpfen und die Maschine auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

 

Das Austauschen der SPS ist hierbei der wichtigste Teil. Bei älteren, oder exotischen Modellen kann bei einem Defekt nur sehr schwer oder gar nicht auf Ersatzteile zurückgegriffen werden. Eine Stillstandszeit von mehreren Wochen wäre die Folge. Bei einer Umrüstung auf aktuelle SPS-Technik und der ONE-Systemfamilie der BSG wird dieses Risiko minimiert.

Ein weiterer Vorteil ist die Erneuerung der Bedienstruktur, indem ein modernes Operator-Panel installiert wird. Die oftmals vorhandene „Knöpfchen-Steuerung" mit großen Bedienpulten wird durch die zeitgemäße Monitorlösung ONEoperate ersetzt. Durch die Voreinstellung von Anfahrparametern und den Zugriff auf eine Rezepturdatenbank wird eine effizientere Anlagenbedienung erreicht.

 

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Anlage mittels Bustechnik in andere Systeme einbinden zu können. Hierdurch sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, wichtige Produktions- und Fertigungsdaten zu erfassen und zu archivieren.

 

Beispielsweise bei Extrudersteuerungen ist der mechanische Teil noch gut erhalten und muss nicht ausgetauscht werden. Ein Retrofit ist hier eine sehr gute Möglichkeit, das komplette System auf den aktuellen Stand der Zeit zu bringen. Die in diesem Segment noch häufig anzutreffenden Einzelsteuerungen, können dann mit in das neue Automatisierungssystem übernommen bzw. integriert werden. So werden Waagensteuerungen, Fördersystemsteuerungen und Granulierungssteuerungen etc. unter einer Komplettautomation zusammengefasst und können leicht in die firmeninterne IT-Struktur eingebunden werden.

Gegenüber der Neuanschaffung beträgt das Investitionsvolumen des Retrofittings - je nach Umfang der Modernisierung - nur 20 bis 60 Prozent.
Je nach Anlagenart und Integration in die betrieblichen Abläufe rechnet sich - durch Zeiteinsparungen und weitere Synergieeffekte - die Investition in die Modernisierung in kurzer Zeit.